Schaltnetzteil

Für den Urlaub auf Teneriffa brauchte ich noch eben schnell ein Schaltnetzteil. Grund für den Selbstbau war: “noch 6 Wochen bis zum Urlaub und nichts zum basteln in Sicht”.

In den UKW-Berichte (1+2/85) war ein 12V Schaltnetzteil für Mobilfunk-Geräte beschrieben. Einziger Nachteil: nur 15 Ampere bei 14Volt. Eine alternative Ansteuerung mit einem Mosfettransistor hat mich dazu gebracht, die Schaltung nachzubauen.

Als erstes noch eine WARNUNG!

Diese Schaltung sollte nur von dem nachgebaut werden, der genügend Erfahrung mit dem Umgang mit Netzspannung hat. Ein Trenntrafo ist unbedingt nötig. Und ganz besonders wichtig ist es, die Erdklemme beim Trenntrafo wegzulassen!

Alle Bauelemente müssen NEU und VDE geprüft sein. Also, nichts aus der Bastelkiste!

Die Schaltung ist extra nicht ausführlich beschrieben, um diejenigen davon abzuhalten, die nicht die Erfahrung mit dem Umgang mit Netzspannung haben. Das Leben ist wichtiger und mehr Wert, als schnell mal eben - husch husch - (ins Grab) !

Zur Schaltung:

Die Netzspannung gelangt durch ein (Kaltgerätestecker)Entstörfilter über 2 Sicherungen und einen Heißleiter sowie einen Varistor zum Brückengleichrichter. Über eine Drossel und Elkos wird die Spannung gleichgerichtet. Diese Spannung versorgt damit den Eintaktflusswandler. Zum Anlauf der Schaltung sind die Transistoren (T1,2) zuständig. Sobald der Eintaktflusswandler seine Arbeit übernimmt liefert die Wicklung N3 die Spannung von ca. 35 Volt. Gleichgerichtet und stabilisiert auf 18V steht diese dann dem TL494 zur Verfügung.
Die Transistoren (T9,10) sind für den Sanftanlauf und für das definierte Abschalten zuständig.

Geregelt wird die Schaltung über den Optokopler und den Lastiwiderstand am MOSFET (R13). Die Sekundärwicklung speist eine normale Eintaktgleichrichterschaltung mit Speicherdrossel und Freilaufdiode. Über die 4 Elkos wird die Spannung weites gehend sauber. Zusätzlich hat der direkte Ausgang noch einen Ringkernfilter bekommen. Die 2 Spulen sind gegen phasig aufgewickelt. Nachträglich wurden noch 2 Elkos(änlichC37) zusätzlich zur Siebung eingebaut (der Platz ist vorhanden).
Die Transistoren (T11,12) sind als Schmitt-Trigger aufgebaut und bilden mit dem Thyristor einen Überspannungsschutz. L1 besteht aus einem 1,5mm starken Draht und K4 ist ein Reedkontakt. Liegt amAusgang mehr als 16V an, schaltet der Thyrister durch und der Reedschalter startet die Steuerung neu.

Die Übertrager habe ich folgendermaßen bewickelt.
Der EDT52 wurde auf er Innenseite mit einer Lage 2x0,7CuL parallel bewickelt (n1).
Darauf kommt eine 2fache Isolierschicht.
Darauf wurde eine Lage 1x0,5CuL gewickelt (n2)
Darauf kommt eine 2fache Isolierschicht.
Darauf wurde eine Lage 2x0,7CuL parallel zurück-bewickelt (n1).
Darauf kommt eine 2fache Isolierschicht.
Darauf wurde 1/2 Lage 1x0,25CuL gewickelt (n2)
Darauf kommt eine 4fache Isolierschicht.
Sie Sekundärwicklung besteht aus einer Lage 10 miteinander verdrillten 0,7CuL
                                                 die zusätzlich mit Teflonband bewickelt ist.
Darauf kommt eine 4fache Isolierschicht.

Bauteilliste:

Die Speicherdrossel EDT 49 besteht aus zwei Lage 10 miteinander verdrillten 0,7CuL die zusätzlich mit Teflonband bewickelt ist.
TR3 ist mit 5 Windungen 0,5 CuL einseitig/gegenphasig bewickelt.

UKW-Berichte1+2/85-pdf